Ob auf der Fahrt in den Urlaub, zum Verwandtenbesuch oder zu einem schwedischen Möbelhaus – wenn ich nicht am Steuer sitzen muss, dann ist Stricken im Auto angesagt! Oft auch schon bei kurzen Fahrten ab 15-20 Minuten.
Statt nur Löcher in die Luft zu starren oder Straßenschilder zu lesen, ist stricken doch DAS Rezept gegen verlorene Zeit.
Schließlich geht stricken immer und überall!
Mit dem richtigen Projekt nutzt du die Fahrtzeit sinnvoll, schaffst Reihe um Reihe und das Beste ist: Nach dem Motto „Mir doch egal, ich stricke!“ verliert sogar ein Stau seinen Schrecken (manchmal jedenfalls). Während andere Menschen sich am Steuer ärgern, freust du dich einfach über die extra Strickzeit.
Damit das Stricken im Auto aber reibungslos klappt und nicht im Chaos endet, habe ich hier meine besten Tipps für STRICKEN IM AUTO für dich gesammelt.
Schau dir auch gern das Video mit allen Tipps für unterwegs an!
Inhalte
Das Projekt: je einfacher, desto besser
Auf der Autobahn ein kompliziertes Muster stricken? Lieber nicht. Bei mir haben sich unterwegs kleine, unkomplizierte Projekte ohne viel Chichi am besten bewährten. Eine Mütze im Bündchenmuster oder klassische Socken gehen super in allen Lebenslagen.
Stricken ohne hingucken
Schaust beim Stricken meist auf deine Finger? Das kann im Auto durch die Bewegung der Landschaft schnell zu Schwindel führen. Mein Tipp: Lerne, „blind“ zu stricken!
Versuch es erst mal zu Hause: Bring die Nadel in Position, schließe die Augen und stricke eine Masche, ohne hinzuschauen. Entwickle langsam ein Gefühl dafür, wie sich die Maschen anfühlen und wo die Nadel hin muss.
Klappt? Dann versuch es mit zwei oder drei Maschen. Du wirst sehen, dein Muskelgedächtnis ist schlauer, als du denkst – und die Landschaft kannst du nebenbei auch noch genießen!
Gut organisiert: alles an seinem Platz
Mach dir auf jeden Fall vorher Gedanken, was du unterwegs alles brauchst!
Optimal ist ein kleines Projektkörbchen oder eine feste Tasche mit flachem Boden, die stabil im Fußraum stehen kann. Klasse ist, wenn sie viele Seitentaschen hat, so kannst du dich direkt gut organisieren und deine Wolle hüpft nicht durch den Fußraum.
Das Auto als Organizer: Nutze die Seitenfächer in der Tür, das Handschuhfach oder die kleinen Fächer der Mittelkonsole für Schere, Maßband und Maschenmarkierer. So fliegt nichts lose herum.
Und wenn die Fahrt mal länger dauert und es draußen dunkel wird, hilft ein eine kleine LED-Leselampe zum Umhängen * (ein sogenanntes Necklight). Das bringt Licht auf deine Maschen, ohne den Fahrer zu blenden.


Das utlimative Mittel gegen Nadelabsturz
Wer mit einem Nadelspiel strickt, kennt den Endgegner im Auto: den Spalt zwischen Sitz und Mittelkonsole. Wenn da eine Nadel reinfällt, ist sie in diesem Bermuda-Dreieck verschwunden.
- Das Handy ist die Rettung: Klemme dein Handy so in den Spalt, dass es leicht Richtung Fußraum geneigt ist. Rutscht dir eine Nadel weg, prallt sie ab und landet sicher unten.
- Notfall-Plan: Ist doch mal eine Nadel abgetaucht, keine Panik! Verteile die Maschen einfach kurzfristig auf die drei Nadeln und stricke mit der 4. weiter an. Die „abtrünnige“ Nadel versteckt sich meistens unter der Sitzschiene und lässt sich später ganz leicht mit einer anderen Nadel oder einem gefalteten Blatt Papier wieder hervorholen.
- Vermeide Sätze wie: „Du musst SOFORT anhalten!!!! Mir ist eine Nadel runtergefallen!“
Besser:“Ohhhh, der viele Kaffee …. kannst du bitte den nächsten Parkplatz ansteuern?“
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Bereitschaft zum Anhalten bei Variante 2 deutlich höher ist! 😉

Notfallhilfe für vergessene Utensilien
Kenne dein Handmaß: Du hast dein Maßband vergessen? Kein Problem, wenn du deine eigenen Maße kennst! Miss zu Hause mal deine Hand aus. Bei mir sind es zum Beispiel von Knöchel zu Knöchel (kleiner Finger bis Zeigefinger) genau 9 cm, mein Daumen ist 2 cm breit und meine Spannweite von Daumen bis kzum kleinen Finger beträgt 19 cm. Perfekt für das grobe Abmessen zwischendurch!
Falls du deine Schere im Packstress vergessen hast: Keine Panik! Entweder du reißt den Faden (je nach Garn) einfach beherzt durch, oder du stibitzt dir kurz die Schere aus dem Verbandskasten. Und zurücklegen nicht vergessen!
Falls dir Maschenmarkierer fehlen: Büroklammern oder der Ring von der elektrischen Zahnbürste geben hervorragende Maschenmarker ab! Ich habe meist auch irgendwo diese kleinen Sicherheitsnadeln festgepinnt, und eine ist immer als Notreserve am Schlüsselring. Und wenn sonst nichts zur Hand ist, kannst du einfach einen kleinen Fadenrest zur Schlaufe knoten.
Und ganz pragmatisch: Einen Reservesatz mit Sachen, auf die du beim Stricken auf keinen Fall verzichten kannst, lässt sich bestimmt irgendwo deponieren. Der nimmt nicht viel Platz weg und erspart dir im Ernstfall den großen Frust.
Das Allerwichtigste zum Schluss…
Halte den Fahrer bei Laune! Der richtige Soundtrack (mein Mann mag leider keine Hörbücher, also wird Musik gehört …), ein paar Snacks griffbereit und ab und zu ein nettes Wort wirken Wunder, damit die gemütliche Strickzeit auf dem Beifahrersitz möglichst lange andauert! Und als Dankeschön zu Hause eine Nackenmassage sichert dein nächtes „Stricken im Auto„.

📣 Übrigens: Am Donnerstag geht’s los!
Pünktlich zum Thema Reisezeit startet am Donnerstag mein „So weit ist es“-KAL 2026! 🚗🧶
Ab dann messen wir Entfernungen nicht mehr in Kilometern, Stunden oder Minuten, sondern in Maschen und Reihen! („Schatz, wie weit ist es noch?“ – „Och, noch ungefähr die Ferse und nen halben Fuß!“).
Bist du dabei? Weitere Infos und wie du mitmachen kannst, folgen bald. Ein Gewinnspiel gibt es auch. freu dich schon. Und wenn du wissen willst, was ein KAL ist, findest du die Antwort hier.
Schreib mir mal in die Kommentare: Was strickst du am liebsten im Auto? Und ist dir auch schon mal eine Nadel im Autositz-Nirwana abhandengekommen? Und hast du noch einen Tipp, den ich noch nicht dabei hab?






Oh no, stricken als Beifahrer geht gar nicht. Das kann bös ins Auge gehen 🤔 Genieße lieber die Zeit und schau dir die Gegend an. Oft gibt es viel neues zu entdecken und entspannter ist es auch. VG von Mo
🤣🤣🤣
Wie gut, das wir in einer Welt leben, wo jeder seinen eigenen Weg gehen kann.