Weltrekord-Socken stricken: Woolly Hugs Sockengarn und addi CrazySnakes im Test

von | 7. Juni 2026 | Sockenliebe

Manchmal gibt es Projekte, die einfach alles vereinen: schöne Wolle, spannende Nadeln und das gute Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. So ging es mir mit meinem aktuellen Paar Weltrekord-Socken.

Für den Sockenweltrekord werden bis März 2027 unglaubliche 36.000 Paar handgestrickte Socken benötigt.
Und Hameln ist dabei: Offizielle Sammelstellen sind neben mir auch Woll-Weber und die Buchhandlung von Blum.
Bei uns gibt es regelmäßig Verlosungen mit tollen Preisen für alle, die Socken spenden. Alle wichtigen Infos rund um den Weltrekordversuch findest du in diesem Blogartikel.
Nun wollte ich das Garn einmal selber testen und ein Paar Spendensocken aus dem original Weltrekord-Sockengarn stricken. Mein Fazit erfährst du in diesem Blogartikel.

Regenbogen auf den Nadeln

Für mein Testpaar habe ich das Weltrekord-Socken-Garn von Woolly Hugs, entworfen von Veronika Hug, verstrickt.

Schon beim Aufwickeln war ich gespannt auf die Farbverläufe – und ich wurde nicht enttäuscht. Die Farben gehen wunderbar harmonisch ineinander über und bilden einen richtig schönen Regenbogen. Besonders gut gefällt mir, dass die einzelnen Farbstreifen unterschiedlich lang sind. Dadurch wirken die Socken lebendig und überhaupt nicht langweilig oder vorhersehbar.

Kurz gesagt: Diese Wolle macht schon beim Verstricken gute Laune.

Und jetzt kommt das eigentliche Problem: Mir gefallen die fertigen Socken so gut, dass ich sie am liebsten behalten würde. Das ist vermutlich das beste Kompliment, das man einem Garn machen kann. Allerdings passen sie mir in Größe 47 ohnehin nicht – also dürfen sie guten Gewissens in den Weltrekord wandern.

Für dieses Paar habe ich tatsächlich fast das komplette Knäuel verbraucht. Am Ende blieb nur ein winziger Rest übrig.

Diesmal habe ich sogar vor Beginn der zweiten Socke ein kleines Stück Garn entfernt, damit beide Socken mit dem gleichen Rapport starten. Normalerweise bin ich da eher entspannt, aber bei diesem Farbverlauf wollte ich einfach einmal sehen, wie ein möglichst identisches Paar wirkt.

Für die Ferse habe ich zusätzlich einen sehr dünnen Beilauffaden mitlaufen lassen. Gerade bei Socken, die später viel getragen werden sollen, finde ich eine kleine Verstärkung an dieser Stelle sinnvoll.

Übrigens: Spendensocken kannst du auch super aus Resten stricken. Denn eigentlich kommt es bei den Sockenspenden eher darauf an, dass sie warm sind, als darauf, wie sie aussehen. Eine tolle Technik zur Verwertung von Resten ist die Helix- bzw. Gum-Gum-Technik. Da werden zwei Garne in parallel laufende Spiralen verstrickt, ohne das die Garne aufeinander treffen, so dass keine Übergänge entstehen. Wenn du auf diese Weise ein unifarbenes Garn mit Resten kombinierst, bekommst du tolle Socken, die zwar nicht identisch sind, aber dennoch zusammen passen. Wie die GumGum Technik funktioniert, zeige ich Step-by-Step in diesem Video.

Weltrekord-Socken mit verstärkter Ferse
Verstärkte Ferse mit grauem Beilaufgarn
fertige Weltrekord-Socken im Regenbogengarn
Die fertigen Weltrekordsocken
Weltrekord-Socken Regenbogenfarbverlauf
Der Farbverlauf

Stricken mit den addi CrazySnakes

Gestrickt habe ich die Weltrekord-Socken mit meinen silberfarbenen addi CrazySnakes. Inzwischen gibt es auch eine Weltrekord-Edition in Gold. Die habe ich allerdings nicht gekauft – die Farbe der Nadeln hat bekanntlich keinen Einfluss auf das Strickergebnis. Und ganz ehrlich: Ich bin einfach eher Team Silber.

Die CrazySnakes wurden gemeinsam mit CraSy Sylvie Rasch entwickelt. Charakteristisch ist ihre gewellte Form. Die Idee dahinter: Die Nadeln sollen angenehmer in der Hand liegen und insbesondere Menschen mit Rheuma, Arthrose oder anderen Handproblemen das Stricken erleichtern. Außerdem bleiben die Maschen durch die Wellenform sicherer auf der Nadel.

Meine Erfahrungen sind etwas gemischt.

Positiv finde ich definitiv:

  • Die Nadeln rutschen deutlich seltener aus dem Strickstück.
  • Sie rollen nicht weg und bleiben tatsächlich dort liegen, wo sie hinfallen.
  • Gerade unterwegs, zum Beispiel im Zug, ist das ein echter Vorteil.
  • Die Lace-Spitzen sind schön präzise.

Allerdings bekomme ich bei längeren Stricksessions zwischen kleinem Finger und Handballen eine Druckstelle. Ob das an meiner Handgröße, meiner Handhaltung oder schlicht daran liegt, dass ich beim Stricken zu viel Druck aufbaue, kann ich nicht sicher sagen.

Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass die Nadeln für andere Hände deutlich angenehmer funktionieren. Schließlich reagieren wir alle unterschiedlich auf ergonomische Werkzeuge.

Mein Fazit: Eine spannende Alternative zum klassischen Nadelspiel, die man unbedingt einmal ausprobieren sollte. Besonders für lockere Strickerinnen und für alle, die viel unterwegs stricken.

Video zum Test

Zu diesem Test habe ich auch ein Video aufgenommen. Wenn du die Socken, das Garn und die Nadeln lieber in Bewegung sehen möchtest, schau dir gern die 8. Episode von meinem Strick-Podcast an.

Gemeinsam Socken stricken

Falls du jetzt Lust bekommen hast, selbst ein Paar normale oder Weltrekord-Socken anzuschlagen, habe ich gute Nachrichten:

Am 24. August von 18:00 bis 20:15 Uhr sowie am 18. November 2026 von 16:30 bis 18:45 Uhr biete ich an der VHS Hameln-Pyrmont einen gemeinsamen Socken bzw. Weltrekord-Socken-Stricktreff an.

Dort stricken wir in gemütlicher Runde, tauschen Erfahrungen aus und sprechen natürlich über alles, was beim Sockenstricken Spaß macht. Wenn du magst, kannst du fertige Weltrekord-Socken dann direkt bei abgeben.

Die Kurse können bereits jetzt – noch vor Veröffentlichung des offiziellen Programms – per E-Mail an info@vhs-hameln-pyrmont.de gebucht werden.

Aktuelle Informationen zu meinen Kursen findest du außerdem jederzeit auf meiner Kontaktseite.

Vielleicht sehen wir uns ja dort – und stricken gemeinsam ein paar Maschen für den Weltrekord.

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