Nadelgarage für Rundstricknadeln?

von | 22. Aug. 2026 | Stoffgeschichten

Wie aus einer Frage eine neue Komplizin wurde.

Ich mag einfache Sachen, die das Strickleben ein bisschen angenehmer machen.

Am liebsten sind mir dabei die Dinge, bei denen man sich hinterher fragt:

„Warum bin ich eigentlich nicht schon früher darauf gekommen?“

Und genau so eine Geschichte hat LINA.

Meine neue Strickkomplizin, die dafür sorgt, dass deine Rundstricknadeln und dein angefangener Strickschatz eine sichere Pause einlegen können, ist aus der Frage entstenden: Warum gibt es eigentlich keine Nadelgarage für Rundstricknadeln?

Aber fangen wir ganz vorne an.

Alles begann mit den Nadelspielen

Bevor es LINA gab, gab es schon die Nadelgaragen für Nadelspiele.

Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Wer schon einmal mit einem Nadelspiel gestrickt hat, kennt das kleine Chaos, das entstehen kann, wenn man sein Strickzeug einfach in die Tasche steckt. Die Nadeln verheddern sich im Garn oder anderen wundervollen Dingen, die noch in der Tasche herumschwirren. Wie von Geisterhand machen sich manchmal die Maschen selbstständig. Und wenn es ganz doof läuft, bin ich auch noch selbst schuld daran, weil ich ausversehen eine Nadel raus gezogen hab.

Und dann: Die große Jagd nach den verlorenen Maschen.

Nicht unbedingt das, was man sich unter entspanntem Stricken vorstellt.

Dann habe ich Nadelgaragen entdeckt. So cool. Erst ein bisschen getüftelt und dann habe ich Nadelgaragen genäht. Erst für mich, Dann für Freundinnen. Und schließlich zum Verkaufen.

Und die kamen ziemlich gut an.

Nadelgarage Anni

Aber was ist eigentlich mit den Rundstricknadeln?

Irgendwann hatte ich mein nächstes Rundstrickprojekt auf den Nadeln.

Man strickt gemütlich vor sich hin, irgendwann ist Schluss für heute und das Projekt soll bis morgen oder bis zum nächsten Strickabend warten. Also legt man es zur Seite. Eigentlich kein Problem.

Eigentlich.

Denn Rundstricknadeln haben ihre ganz eigenen kleinen Eigenheiten.

Die Spitzen schauen irgendwo aus dem Strickstück heraus, das Kabel kringelt sich gemütlich in alle Richtungen und wenn das Projekt dann noch in einer Tasche landet, ist zumindest bei mir die Hoffnung groß, dass am nächsten Tag noch alles so aussieht wie vorher. Aber auch hier hauen manchmal Maschen ab. Und wenn das dann – wie bei mir – in einem Ajourmuster passiert und sich Laufmaschen bilden, ist das besonders ärgerlich.

Und da war er plötzlich:

Dieser eine Gedanke.

„Das müsste es doch auch für Rundstricknadeln geben.“

Natürlich weiß ich, dass ich die Nadelgaragen auch für Rundstricknadeln verwenden kann.

Eine Nadelgarage für Rundstricknadeln?
Rundstricknadel in Nadelgarage

Aber … nun ja.

Zum einen finde ich es nicht ganz optimal, weil der Knopf zu weit weg von der Seitennaht ist, als dass er zuverlässig die Nadeln in der Tasche hält. Zum anderen wird durch die zusätzliche Schlaufe, die eingeklemmt werden muss, ziemlich viel Seil gebraucht. Wenn sehr viele Maschen aufgenadelt sind, klappt das nicht. Und außerdem parken in den Nadelgaragen ja schon die Nadelspiele …

Und: Ich nähe.

Und wenn man näht, hat man irgendwann diesen Gedanken, der meist zuerst zu ziemlich viel Arbeit führt:

„Da kann ich doch was eigenes machen.“

Also habe ich angefangen zu tüfteln

Aus dem ersten Gedanken wurde ein Stück Stoff.

Aus dem Stück Stoff wurden Überlegungen.

Und aus den Überlegungen wurden erste Versuche.

Passt das?

Ist es groß genug?

Wie bekommt man die Nadelspitzen sicher hinein?

Wie verschließt man das Ganze?

Und vor allem:

Wie muss das Teil aussehen, damit es nicht nur funktioniert, sondern auch wirklich praktisch ist?

Denn genau das ist mir wichtig.

Ich möchte keine Dinge nähen, die einfach nur hübsch aussehen und anschließend irgendwo herumliegen.
Meine genähten Komplizen sollen im Alltag tatsächlich etwas können.
Sie dürfen hübsch sein.
Sie dürfen ein bisschen verspielt sein.
Sie dürfen gern ein kleines Unikat sein.

Aber vor allem sollen sie nützlich sein.

Also wurde ausprobiert, verändert, wieder ausprobiert und das eine oder andere Mal gedacht:

„Nee. So noch nicht.“

So geht´s nicht mit vollen Nadeln.
Schon sehr gut.
Stricknadelport LINA
LINA – in ihrer endgültige Form.

Der erste Versuch taugte überhaupt nicht, um volle Rundstricknadeln zu beherbergen. Allerdings eignet er sich hevorragend als Clip für leere. Mal schauen, ob da noch mal was eigenes draus wird. Dann hatte ich einen Prototypen, mit dem ich ganz zufrieden war. Ich wusste schon vorher, dass das was sein könnte, darum habe ich das Etikett „DREAM BIG“ eingenäht.

Zwar habe ich dann festgestellt, dass der Port zur Spitze hin gar nicht so schmal werden muss, aber dieses erste Exemplar wird mich trotzdem immer mit seinerm kleinen Reminder an mich begleiten.

Und dann lag irgendwann die Form vor mir, bei der ich dachte:

Ja. Genau so!

Klein, Kompakt. Einfache Form.
Gut zu Nähen und ideal für Stoffreste.

Und somit war sie da: LINA

Die Lösung ist eigentlich ganz simpel.

LINA wird über die Spitzen der Rundstricknadel geschoben und mit Kam Snaps verschlossen.
Damit bleiben die Nadelspitzen geschützt und dein Strickprojekt sicher zusammen.
Kein großes Gedöns.
Keine komplizierte Technik.
Einfach ein kleiner Helfer, der genau das tut, was er soll.

Und plötzlich hatte meine Idee auch einen Namen:

LINA.

Warum LINA?

Nun, weil meine genähten Helfer bei Ni kreativ nicht einfach nur irgendwelche Produkte sind.

Sie sind Komplizen.

Kleine Begleiter für die Wollfühlmomente, die einem das Leben ein bisschen leichter machen.

Und LINA gehört jetzt eben mit dazu.

Der Name ist übrigens kein Zufalll:

Meine Uroma hieß Lina. Ich habe sie immer Omama genannt.
Als Kind habe ich viel Zeit bei meinen Groß- und Urgroßeltern verbringen. Während mein Opa in seiner Werkstatt Möbel aufpolsterte und meine Oma Gardienen nähte, war ich häufig mittendrin. Ich habe Knöpfe sortiert, im Nähkästchen gestöbert und dabei ganz nebenbei die Freude am Selbermachen entdeckt.
Mittags ist Omama mit mir eine Runde spazieren gegangen. Wenn laute Flugzeuge kamen und ich Angst hatte, habe ich mich unter Omamas Rock versteckt. So erzählte man mir. Ich selbst war noch so klein, dass ich keine Erinnerungen daran habe.

Jedenfalls war Uroma Lina mein sicherer Hafen.

Genau dieses Gefühl wünsche ich mir heute auch für deine Strickprojekte.

Ein kleiner sicherer Hafen für deine Rundstricknadelprojekte.

Meine Urgroßeltern bei ihrer Silberhochzeit – und ich vorn rechts.

Vom einem kleinen Problem zur neuen Komplizin

Was ich an der Entstehungsgeschichte besonders schön finde? LINA ist nicht entstanden, weil ich mir überlegt habe:

„Ich brauche dringend noch ein Produkt für meinen Shop.“

Sie ist entstanden, weil ich selbst etwas vermisst habe. Ich hatte eine Lösung für meine Nadelspiele.
Aber eine Nadelgarage extra für Rundstricknadeln?! Gibt`s nicht.
So habe ich mir einfach eine gebaut.

Und genau daraus ist jetzt ein neues Mitglied meiner Komplizen geworden.

In diesem Jahr habe ich LINA mit auf alle Märkte genommen, bei denen ich Austellerin war.
Und weil sie so gut ankam, zieht sie jetzt auch in den Shop.

LINA gibt es bei mir übrigens direkt und indirekt

Denn ich weiß natürlich:

Nicht jede Strickerin möchte auch gleich zur Nähmaschine greifen.

Deshalb kannst du LINA bei mir auf zwei Wegen bekommen.

Du möchtest selbst nähen?

Dann gibt es die ausführliche Nähanleitung für LINA. Mit vielen Fotos, verständlichen Erklärungen und kleinen Tipps, damit auch Nähanfängerinnen gut zurechtkommen.

Und wenn du dabei gleich noch ein paar schöne Stoffreste verwerten kannst – umso besser.

Du möchtest lieber stricken als nähen?

Dann kannst du dir eine fertig genähte LINA aussuchen.

Ich nähe jede davon selbst und kombiniere dafür unterschiedliche Stoffe, Farben und Muster. Manche bekommen zusätzlich noch ein kleines Webetikett als liebevolles Detail.

Deshalb ist jede LINA ein kleines Unikat.
Bitte beachte: Die verschiedenen Ausführungen gibt es nur, so lange der Vorrat reicht!

Und jetzt bin ich neugierig …

Ich habe LINA für mich erfunden, weil ich genau so einen kleinen Helfer für meine Rundstricknadeln haben wollte.

Jetzt darf sie in die Welt hinaus.

Und vielleicht landet sie ja bald bei dir im Strickkörbchen und sorgt dafür, dass dein nächstes Projekt eine richtig schön entspannte Pause machen kann – ohne bösese Erwachen.

Denn manchmal braucht es eben gar keine große Erfindung.

Manchmal reicht ein kleiner Gedanke:

„Das müsste es doch auch für Rundstricknadeln geben.“

Und ein bisschen Lust, einfach was auszuprobieren.
Und nun ist sie da, die neue Komplizin:

LINA – der sichere Hafen für deine Rundstricknadeln.

Schreib mir gern einen Komentar, wie dir LINA gefällt.
Ich freu mich auf dein Feedback!

Sei kreativ – mit Ni kreativ.

Clevere Komplizen für deine Wollfühlmomente – mit Liebe genäht für alle, die genauso wollverrückt sind wie ich!

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2 Kommentare

  1. Hallo Nikole, wie toll ist das denn???😁
    Die Lina gefällt mir sehr gut. Habe gleich 2 Stück bestellt. Eine für mich und eine für meine beste Freundin, die genauso gerne strickt wie ich.
    Und da ich an der Nähmaschine nicht so talentiert bin, hab ich mir 2 fertige Exemplare rausgesucht.
    Freu mich schon darauf.

    Antworten
    • Liebe Maria,
      herzlichen Dank für dein Feedback und deine Bestellung. Die beiden Linas machen sich morgen auf den Weg zu dir!
      Viele Grüße
      Nicole

      Antworten

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