Sommer 2026 – die aktuelle Hitzewelle hat Deutschland im Griff.
38° im Schatten und die schönsten 30 Sekunden des Tages sind die, wo man nach dem Duschen nicht schon wieder klebt!
Da stellt sich die entscheidende Strickfrage, die uns Wollverrückte gerade jetzt im Sommer bewegen: Stricken bei Hitze – geht das überhaupt?
Mal Hand aufs Herz: Die Frage ist eigentlich schon im Ansatz falsch formuliert…
Wie du strickend die Hitze überstehst und dein eigenes Ding machst, darum geht es in diesem Blogbeitrag.
Inhalte
1. Stricken bei Hitze – Geht das überhaupt?
Die Frage sollte viel eher lauten: Wann kann ich wo was stricken? Denn auch wenn das Thermometer nach oben klettert, legen wir die Nadeln doch nicht einfach beiseite! Ich stricke auch bei Sommerhitze. Dann eben am liebsten abends oder an einem herrlich kühlen Plätzchen, bewaffnet mit einer eisgekühlten Limonade mit frischer Minze und Zitrone. Luxus pur, oder?
Der Trick liegt außerdem im Material und der Projektgröße: Jetzt schlägt die Stunde der sommerlichen Garne mit Baumwolle, Leinen oder Seide. Und natürlich setzen wir auf kleine Projekte, die uns nicht wie eine schwere Wolldecke auf dem Schoß liegen und zusätzlich wärmen. Mützen, Socken oder kleine Schals sind jetzt perfekt.
Mein Sommer-Geheimtipp: Ich habe das absolut perfekte Sommerprojekt gefunden! Den Aveny Scarf von Nordstrick. Er ist nur ca. 10 cm breit und hat eine empfohlene Länge von 95 cm, die du aber völlig frei anpassen kannst. Ich habe ihn zweifarbig gestrickt und zwischen der glatt-rechts-Passage und dem Lacemuster das Garn gewechselt: von einem tiefen Violett („Fire and Blood“) auf ein frisches Türkis („Andromeda“) – beide Qualitäten von Das Mondschaf.
Bevor ich mich an das Originalprojekt gewagt habe, gab es erst mal einen Teststrick mit anderen Garnen in Sockenwollstärke (in schönen Grüntönen). Ich wollte wissen, ob der Farbwechsel sauber klappt und wie sich das Muster strickt. Das Verkreuzen des Garns auf der Rückseite lief super – nur die Randmaschen wollten mir am Reihenanfang optisch nicht so recht gefallen. Und das bringt uns direkt zur zweiten großen Frage…

2. Darfst du eine Anleitung einfach so abwandeln?
Kurze Antwort: Aber natürlich! Weil mir das Maschenbild der Ränder nicht flüssig genug war, habe ich da kurzerhand eine kleine Änderung vorgenommen, bis es mir gefiel. Ich mache das durchaus öfter, dass ich einer Strickanleitung meinen eigenen Touch verleihe, wenn ich merke, dass ein Detail für mich anders besser funktioniert.
Vielleicht fühlt es sich im ersten Moment ein bisschen komisch oder fast „verboten“ an. Aber mal ehrlich: Du strickst für dich selbst! Es kommt hinterher keine Lehrerin um die Ecke, die dein Strickstück kontrolliert und Noten verteilt. Jeder soll es genau so machen, wie er mag. Für mich sind Strickanleitungen wie Leitplanken: Sie leiten dich an, aber sie weisen dich nicht stumpf an. Schlimmstenfalls klappt eine Änderung nicht auf Anhieb und du musst ein bisschen ribbeln – aber das ist doch auch kein Weltuntergang!
3. Ohoh: Was, wenn das abfärbt? Das Drama mit dem Waschen
Da ich bei meinem Aveny Scarf einen sehr hellen Ton mit einer extrem intensiven Farbe kombiniert habe, kam mir plötzlich die Panik: Was, wenn das dunkle Garn beim Waschen stark ausblutet und das helle Garn komplett verfärbt? Ehrlich gesagt hatte ich mir bei der Garnauswahl überhaupt keine Gedanken darüber gemacht. Am Ende des Projekts war es nun zu spät – das Kind lag quasi schon im Brunnen, und eine Lösung musste her.
Zum Glück hatte ich eine richtig coole Idee! Wie genau ich das Problem gelöst habe und wie das fertige Ergebnis aussieht, das zeige ich dir im Detail in meinem neuen YouTube-Video. Klick unbedingt rein!
Mein ehrliches Fazit zum Aveny Scarf
Damit du weißt, worauf du dich einlässt, hier meine Zusammenfassung zur Anleitung:
- Top strukturiert: Die Anleitung ist gut aufgebaut und leicht verständlich.
- Wunderschöne Optik: Die Kombination aus Mustern und glatten Flächen ist toll und ergibt ein richtig interessantes Strickergebnis.
- Schneller Lerneffekt: Ich hatte das Muster superschnell im Kopf und musste schon nach kurzer Zeit nicht mehr in die Anleitung schauen.
- Tolle Variationen: Der Scarf ist schon in Uni wunderschön. Zweifarbig gestrickt entsteht aber noch mal eine ganz neue, tolle Optik und eröffnet grandiose, neue Möglichkeiten.
- Flexibel: Das Projekt kann flexibel an deine gewünschte Länge angepasst werden.
- Pluspunkt: Mir hat besonders gut gefallen, dass das Lacemuster sowohl verbal als auch als übersichtliche Strickschrift zur Verfügung steht.
- Ein kleines Aber: Die links verschränkten Maschen fand ich anfangs etwas frickelig. Wer sehr fest strickt, braucht hier vielleicht ein bisschen Geduld. Auch die Randmaschen erfordern eventuell – wie bei mir – einen kleinen Teststrick.
Mein Gesamtergebnis: Eine glasklare Empfehlung! Mit einem sommerlichen Garn verarbeitet ist das das ideale Projekt für heiße Tage. Mir hat es so viel Spaß gemacht, dass ich direkt den nächsten Scarf angenadelt habe – diesmal aus einem leichten Lacegarn.
Schau mal auf meinen YouTube-Kanal vorbei, schau dir die Umsetzung an und verrate mir in den Kommentaren: Strickst du schon im Urlaubsmodus oder pausierst du im Sommer?






0 Kommentare